
© Foppe Schut
Zum Konzert
Genießen wir heute musikalische Schöpfungen der Vergangenheit, können wir uns auch bewusst machen, in welch bedrohlichen Zeiten sie teilweise entstanden sind. Hören wir zu und lernen in unseren wieder so kriegerischen Zeiten hoffentlich aus der Geschichte! So war die Weltordnung in Folge der französischen Revolution mit den Kriegen der Monarchien gegen Napoleons Frankreich bis zum Sieg der Alliierten aus den Fugen geraten. Die CAMERATA spiegelt mit dem Sänger und Dirigenten Lionel Meunier sowie seinem Chor Vox Luminis die damaligen politischen Turbulenzen mit Werken, die direkt auf die Ereignisse Bezug nahmen. Haydns »in Bedrängnis« des britisch-französischen Seekriegs komponierte Messe d-Moll erhielt ihren Beinamen nach dem in der Seeschlacht bei Abukir siegreichen britischen Admiral Horatio Nelson.
Danach lässt die CAMERATA einen Zeitzeugen der Ereignisse musikalisch berichten: Der in Böhmen geborene und in Wien wirkende Mozart- und Beethoven-Zeitgenosse Paul Wranitzky feierte in einer seiner 45 großartigen Symphonien eindrucksvoll den Friedensschluss der Alliierten mit Frankreich 1797.
Programm
Joseph Haydn
Missa in angustiis d-Moll Hob. XXII:11 "Nelsonmesse"
Paul Wranitzky
Symphonie c-Moll op. 31 "La Paix"

